SALVE 3/2009

Mitte April war das alte Musikhaus abgebrochen und unser „FM-Zimmer" besteht nun aus einem Büro-Container auf dem Hartplatz. Wir haben uns an dieses Provisorium erstaunlich schnell gewöhnt, auch wenn alles ein wenig komplizierter und die Wege etwas länger geworden sind. Aber diese Unannehmlichkeiten nehmen wir in Vorfreude auf das neue Musikhaus gerne in Kauf.
Am Abend des 4. April fand das Laetarekonzert im beinahe voll besetzten Theatersaal statt. Anschliessend bekam ich sehr schmeichelhafte Komplimente zu hören, wie etwa dieses, dass die FM noch nie so differenziert musiziert habe...
Wie üblich verabschiedete sich am Laetarekonzert die Maturaklasse von der FM - auch wenn die zwölf Musikerinnen und Musiker zum Glück noch bis zum Sommer mitspielen und sogar ihr Mitwirken am Kloster Bands Revival am 12. September im Dorfzentrum und am 150-Jahr Jubiläum der Turicia im Mai nächsten Jahres in Zürich zugesagt haben. Wie das von diesen engagierten und sympathischen Maturandinnen und Maturanden zu erwarten war, gestalteten sie den Abschied auf sehr sinnvolle und originelle Art und Weise, auch wenn ich zu einer nicht gerade einfachen Funk-Rock-Begleitung ab Blatt am Klavier verdonnert wurde.
Am 26. April reiste die FM mit dem Bus nach Belgien. Was mir bisher noch nie passierte, dieses Jahr aber recht ungemütliche Wirklichkeit für mich wurde, war die Tatsache, dass ich zu diesem Zeitpunkt über mindestens die Hälfte unserer Zeit in Belgien noch nicht wusste, was wir genau unternehmen werden. Bezüglich Konzert-Möglichkeiten ging in den vorangehenden Monaten so vieles daneben mit Kontakten, die schlussendlich nichts brachten und durch belgische Gemütlichkeit, die einen fast verzweifeln liesse, so dass ich erst in der Nacht des zweiten Tages durch einen Telefonanruf erfuhr, dass nun doch noch ein zweites Konzert möglich sei... Wir haben aber dadurch recht viel gesehen und wir alle haben bewiesen, dass wir flexibel genug sind, auch auf Reisen zu improvisieren. So haben wir nebst Brüssel auch Waterloo, Brügge, Ostende und auch ein ehemaliges Schulschiff der belgischen Handelsschifffahrt kennengelernt. In der Abdijschool von Zevenkerken und im Sint-Andreasinstituut von Ostende begeisterten wir in zwei Konzerten die dortigen Schülerinnen und Schüler. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Sponsoren, so unter anderem bei der Maturaklasse 1978, die uns speziell für Belgien nach ihrem Klassentag einen sehr schönen Betrag überreichte.

Marcel Schuler

Nächster Konzerttermin:
Valete: Donnerstag, 25. Juni um 18.45 Uhr im Abteihof