KE 3/2004

Es geht nun gegen Ende des Schuljahres und das spüren wir auch in der Studentenmusik. Die Konzertreise nach Luxemburg ist Vergangenheit, ebenso das Laetarekonzert und - je nachdem, wann diese Zeitschrift erscheint - auch das Abschiedskonzert. Statt der Probe am Montag findet oft ein Ständchen für eine jubilierende Maturaklasse statt. Wir geniessen noch die Zeit, solange die neun Mitglieder der Maturaklasse 2004 mitspielen, bevor die harte Probenarbeit im September dann wieder von vorne beginnen wird.
Für diejenigen, welche während unseres Luxemburg-Aufenthaltes nicht die täglich von unserem Hornisten Dario aktualisierte Homepage besuchen konnten, möchte ich doch ein paar Worte zu dieser Konzertreise verlieren.
Wir reisten am 26. April ab und kehrten mit unserem Reisebus am 1. Mai wieder zurück. Begleitet wurde die FM von Linda Morgenthaler (sie hat schon in Portsmouth mitgearbeitet und hat mir auch diesmal wieder sehr viele Aufgaben abgenommen), Elena Stäger (unsere Physiklehrerin mit ihrem Humor hat uns allen einmal mehr gut getan) und Marcell Schuler. Wir sind nicht verwandt miteinander und er ist mir klar überlegen mit der Anzahl Buchstaben im Vornamen und den glänzenden Fähigkeiten im Chauffieren eines Busses.
In den insgesamt acht Konzerten hatten wir mindestens 2000 Zuhörerinnen und Zuhörer, wobei die genaue Anzahl etwas schwer abzuschätzen ist, weil der erste Auftritt draussen auf dem Hauptplatz von Luxemburg stattfand. Zwei Auftritte hätten wir uns wohl schenken können, da die Besucherzahl weit unter den Erwartungen lag, aber ich wage es nicht, daran zu denken, wofür die FM-ler diese Energien sonst verwendet hätten, wäre das Pflichtprogramm nicht so gedrängt gewesen. Trotzdem war gerade das letzte Konzert in Wincrange etwas Besonderes. Auch wenn viele Plätze leer waren, liessen sich diejenigen, die ins Konzert gekommen waren, von uns umso mehr begeistern. Speziell war auch, dass eine andere Band einen Konzertteil übernahm (die Combo der Musikschule des Kantons Clerf). Und ganz neu war, dass die Big Band mit einem Gastsolisten auftrat. Der begabte Posaunist Laurent Lemaire hat in zwei Stücken mit uns zusammengespielt und sogar die Big Band-Mitglieder staunten, wie perfekt das klappte nach nur fünf Minuten Probe - und so wenig Schlaf in den vergangenen Nächten!!
In der Hotelfachschule von Diekirch haben wir ein Ständchen gegeben und dann vor allem gegessen. Sechs Gänge von höchster Qualität, verteilt auf zweieinhalb Stunden. Dass einige das Essen nicht so toll fanden, gibt mir endgültig die Erklärung, weshalb immer wieder Schüler über das Essen in der Mensa der Stiftsschule schnöden. Wir haben nebst anderen unbedachten Kamikazefliegern offensichtlich auch kulinarische Tiefflieger unter uns... Ich hoffe, das die Betreffenden die Abschlussklasse der Hotelfachschule, die sich soviel Mühe gegeben hat, nicht so vor den Kopf gestossen haben, wie die FM-ler das mit der Hotelbesitzerin und den Angestellten an der Rezeption gemacht haben.
Etwas ganz Beeindruckendes waren auch die beiden Auftritte von je 45 Minuten in der École Européenne für insgesamt über 700 Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. Die Kleinen liessen sich von unserer Musik und den vielsprachigen Erklärungen von Linda völlig begeistern. Wir waren erstaunt über die Grösse der Schule mit ihren 3700 Schülerinnen und Schülern. Und bald werden es noch mehr sein nach der Erweiterung der EU. Die Schule wird nämlich fast ausschliesslich von Kindern von EU-Beamten besucht.
Natürlich haben wir in Luxemburg nicht nur Konzerte gegeben, sondern die verbleibende freie Zeit - auch wenn es nicht besonders viel war - zum Besichtigen der Stadt und anderen Freizeitaktivitäten benutzt.

Marcel Schuler

Konzerttermine:

Am Freitag, den 4. Juni 2004 konzertieren wir um 20.00 Uhr im Dorfzentrum Einsiedeln und verabschieden uns dabei von den Maturandinnen und Maturanden.

Das Laetarekonzert 2005 wird am Samstag, den 12. März um 19.30 Uhr im Theatersaal der Stiftsschule stattfinden.

Auch das Datum für das Abschiedskonzert des nächsten Jahres ist bereits bekannt: Samstag, 4. Juni.