Jahresbericht 2009/2010

Nach einer längeren Probepause - den langen Sommerferien sei Dank - stand schon am zweiten Schultag des Schuljahres 2009/2010 die erste Probe an. Ohne die Maturae und Maturi des letzten Schuljahres fehlten einige in unserer Truppe und wenn wir ehrlich sind, bestanden auch Zweifel, ob wir ein gutes Programm auf die Beine bringen würden.
Die fehlenden Personen konnten leider auch nicht durch Neumitglieder ersetzt werden, denn von der 1. Klasse fand leider nur eine einzige Schülerin den Weg in die FM. Es gibt wohl einfach zu viele andere verlockende Kursangebote. Zum Glück gab es aber noch wenige Schüler aus höheren Klassen, die sich für die FM begeistern liessen.
Wir machten das Bestmögliche aus dieser Situation und fingen sogleich wieder fleissig an zu proben, denn schon am 12. September 2009 stand unser erstes Konzert auf dem Jahresprogramm.
Neben anderen Bands, bestehend aus Schülern oder Ehemaligen der Stiftsschule, traten wir beim ‚Kloster Bands Revival' auf. Dies war ein erstmaliger Anlass, der durch die Alumni ins Leben gerufen worden war.
Wir alle freuten uns auf diesen Abend, doch natürlich war schon längst klar, dass wir bis zu diesem Termin keine neuen Stücke mit den neuen Mitgliedern einüben konnten. Darum hatten wir nochmals das Vergnügen, unser letztjähriges Programm zum Besten zu geben, bei dem wir auf die Unterstützung der Maturae und Maturi 09 zählen konnten. Dafür nochmals herzlichen Dank!
Die Proben gingen danach mit neuen Stücken weiter, die nach und nach den Notenordner auffüllten, die gesamte Probezeit beanspruchten und eigentlich den Übungswillen anstacheln sollten. Manche Stücke waren locker zu bestreiten, andere wiederum erforderten viel Zeit und mussten Takt für Takt einstudiert werden.
Spätestens nach den Herbstferien hatten sich alle, auch die, welche es vor den Herbstferien in drei Wochen noch nicht geschafft hatten, wieder an den Schulalltag und die Proben gewöhnt und somit verflog die Zeit bis zu den Weihnachtsferien ziemlich rasch.
Nur eine Woche nach den Ferien stand dann der nächste Auftritt auf unserem Programm. Wie letztes Jahr sollten wir auch dieses Jahr den Informationstag für die zukünftigen Erstklässler musikalisch eröffnen.
Wir spielten ein paar Stücke, bei denen wir uns von unserer besten Seite zeigen wollten, denn schliesslich hofften wir, dass sich unter diesen jungen Leuten auch einige zukünftige FM-Kandidaten befinden würden. Wie jedes Jahr war der Ansturm gross, darum machten wir möglichst bald unsere Plätze für die Eltern mit ihren Kindern frei.
Als nächstes wäre das Laetarekonzert auf dem Programm gestanden. Doch wegen einer Terminkollision mit dem Jahreskonzert der Jugendmusik Einsiedeln wurde dieses auf den 5. Juni verschoben.
Der nächste geplante Termin war wohl der Höhepunkt des Studentenmusikjahres, die Reise nach Holland in den Frühlingsferien.
Doch bevor es soweit war, wurden wir im April noch mit einem traurigen Ereignis konfrontiert.
Pater Roman Bannwart, Gründer der Studentenmusik in ihrer jetzigen Form, jahrzehntelanger Dirigent und danach langjähriger Mitspieler mit dem E-Bass, verstarb im Alter von 90 Jahren. Einige Mitglieder kannten ihn noch aus seiner E-Bass-Zeit und auch den anderen war er noch bekannt.
Am 8. April 2010 fand seine Beerdigung in der Klosterkirche statt, zu der wir die Anfrage erhielten, zwei Stücke zu spielen.
Für die FM war dies etwas Erstmaliges und somit fanden sich in unserem Ordner auch keine passenden Stücke. Trotzdem war das kein Problem und wir wurden gebeten, einfach etwas zu spielen, das zu Pater Roman gepasst hat oder ihm gefallen hätte. Zuerst spielten wir einen langsamen Choral und danach „Cornfield Rock"- ein typisches Pater-Roman-Stück.

Am Samstag, den 1. Mai, stand also wieder ein grosses Ereignis, auf das sich alle schon lange freuten, direkt vor der Tür - die Reise nach Holland.
Schon letztes Jahr war sich die Reise nicht mehr würdig, Konzerttournee genannt zu werden. Doch dieses Jahr war sowieso etwas ganz anderes geplant.
Es sollte nämlich keine Konzert-, sondern eine Probereise werden, die vom 1. - 7. Mai dauerte.
Das letztjährige Leiterteam mit Marcel Schuler (Dirigent, Gesamtleiter), Elena Stäger (Betreuerin), Marcell Schuler (Busfahrer) und Irmgard Fuchs (Assistentin und Registerleiterin Bass) wurde dieses Jahr noch durch zwei weitere Personen ergänzt, da noch Mitarbeiter benötigt wurden, die Registerproben durchführten. Neben den vier genannten Personen opferten also auch Andrea Kälin (Registerleiterin Holz) und Samuel Läubli (Registerleiter Perkussion) eine Woche, um mit uns zu proben.
Pünktlich nach Programm trafen wir am Samstagabend nach einer lustigen Carfahrt, bei welcher der Bus zu einem Partybus wurde, in unserem Lagerhaus „de Sprinkhaan" ein, wo wir bis am Freitag logierten. Das Haus befand sich mitten im Wald, gehörte zu einem Militärareal und war umgeben von einem Stacheldrahtzaun. Das erste Mal bestand nicht die Gefahr, dass wir andere Gäste stören könnten, schliesslich waren wir ganz alleine und weit und breit befand sich kein anderes Haus. Das ganze Areal - insgesamt drei Häuser, ein grosser Spielplatz, sonstiger freier Platz und sogar ein Pool standen uns zur freien Verfügung.
Trotz einer Probereise hatten wir am Sonntag ein kleines Konzert an der Braderie (Zunfttag) in Waalre, das unser Mathematiklehrer Johannes van der Weijden, der an diesem Tag auch seinen Geburtstag feiern durfte, organisiert hatte. Leider hat es den ganzen Tag geregnet und wir mussten uns auf kleinstem Raum unter einem Zelt einrichten, um ein paar Stücke zum Besten zu geben.
Ich danke an dieser Stelle im Namen der FM Herrn van der Weijden, denn ohne seine Hilfe wäre das Holland-Projekt kaum so schnell zustande gekommen.
Der gesamte Montag und der Dienstagvormittag wurden den Proben gewidmet. Am Dienstagnachmittag jedoch unternahmen wir einen Ausflug nach Zeeland, um in einer professionellen Führung das Sturmflutwehr zu besichtigen. Das Sturmflutwehr in Zeeland ist ein Teil des Deltaprojekts in Holland, welches das Land, das zu fast 60% unter dem Meeresspiegel liegt, vor erneuten Hochwasserkatastrophen schützen soll.
Auch der Mittwoch wurde einem Ausflug gewidmet. Unser Busfahrer fuhr uns sicher nach Amsterdam, wo wir den Nachmittag nach unseren eigenen Interessen gestalten konnten und gegen Abend trafen wir uns alle zu einer gemeinsamen Fahrt durch die Grachten Amsterdams.
Der Donnerstag wurde nochmals der Probearbeit gewidmet, schliesslich wollten wir auch ein gutes Ergebnis erreichen. Zur grossen Freude aller konnte sich das Ergebnis am Nachmittag in der Gesamtprobe auch hören lassen. Den letzten Abend haben alle genossen und zusammen haben wir auch den 18. Geburtstag unserer Saxophonistin Sabina gefeiert.
Schon war wieder Freitag und die Woche wieder vorbei. Da die meisten sehr wenig geschlafen haben in dieser Woche, war es nicht erstaunlich, dass die Carfahrt nach Hause so ruhig verlief. Im Gegensatz zu allen anderen Carfahrten in Holland hätte man meinen können, der Bus sei leer. Mit wenig Verspätung trafen wir gesund und zufrieden in Einsiedeln ein, wo in Rekordzeit alles aus dem Bus geräumt war.
Wieder einmal war es eine wunderschöne und gelungene Reise und wiederum war sie viel zu schnell vorbei. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an das Leiterteam; an Marcell Schuler, der die FM mit seinem Bus immer sicher ans Ziel brachte und ihn dank seinen Lichteinlagen zu einem Partybus umfunktionierte, an Elena Stäger, deren Humor sich immer auf alle positiv auswirkte, an Irmgard Fuchs, die sich um das Bassregister kümmerte und sich als Einzige auf Holländisch verständigen konnte, an Andrea Kälin, die versuchte, das Holzregister auf Vordermann zu bringen, an Samuel Läubli, der die Schlagzeuger unter seine Fittiche nahm und insbesondere natürlich an unseren Dirigenten Marcel Schuler, der diese mit viel Zeit- und Arbeitsaufwand verbundenen Reisen jedes Jahr aufs Neue auf die Beine stellt und mit uns immer so viel Geduld bewahrt.
Am Pfingstwochenende wäre eigentlich noch ein Auftritt an der Jubiläumsfeier der Turicia im Kongresshaus in Zürich geplant gewesen. Doch da sich die Organisatoren wohl nicht einig waren, was für Musik gespielt werden soll und der schlussendliche Entscheid so ausfiel, dass es ihnen lieber wäre, wenn vor allem Schweizermärsche gespielt werden, mussten wir diesen Termin nicht wahrnehmen.
Am 5. Juni 2010 fand dann also noch das seit langem erwartete Jahreskonzert statt, das wie immer für Überraschungen sorgte. Wir hoffen, sie hatten sich selber davon überzeugt, was wir auf unserer Probereise in Holland erreicht haben und danken fürs Zuhören und den Applaus.
Nun war auch wieder die Zeit für die diesjährigen Maturandinnen und Maturanden unter uns gekommen. Beim Valete verabschiedeten sich Kapellmeisterin und Waldhornistin Patrizia Lienert, Klarinettistin Michèle Blöchliger, Tenorsaxophonist Sebastian Saner, Trompeter Roy Rutishauser und Big Band-Baritonsaxophonistin Nadine Schibli.
Wir hoffen, sie alle haben die Jahre in der FM genossen und werden uns am nächsten Laetarekonzert mit ihrem Applaus unterstützen. Es war eine wunderschöne Zeit. Herzlichen Dank!!!

Die Aktuarin: Désirée Stebler


Leitung
Marcel Schuler

Komitee
Lienert Patrizia 6., Kapellmeisterin
Kronauer Marco 5., Vizekapellmeister und Materialverwalter
Stebler Désirée 5., Aktuarin
Egli Denise 5., Uniformen
Schönbächler Ruedi 4., Technik
Süss Dominik 5., weiteres Komiteemitglied
Iten Simon 3., weiteres Komiteemitglied

Holland-Reise-Team
Frau Elena Stäger, Betreuerin
Frau Irmgard Fuchs, Assistentin und musikalische Mitarbeiterin
Frau Andrea Kälin, musikalische Mitarbeiterin
Herr Samuel Läubli, musikalischer Mitarbeiter
Herr Marcell Schuler, Chauffeur

Flöte
Egli Denise 5.
Kälin Céline 3.
Camilo Inês 3.
Landtwing Junia 1.
Ritzer Anna-Sophia

Klarinette
Blöchliger Michèle 6.
Stebler Désirée 5.
Kronauer Marco 5.
Feusi Stefan 5.
Birchler Nadja 4.
Kälin Bettina 4.
Weber Samantha 4.

Altsaxophon
Croce Susanna 5.
Huber Sabina 5.
Lacher Laura 3.
Schilliger Linda 3.
Reich Julia 3.
Stebler Viviane 3.
Merz Julia 2.

Tenorsaxophon
Saner Sebastian 6.
Saner Julia 2.

Baritonsaxophon
S
chibli Nadine 6.

Trompete
Rutishauser Roy 6.
Schibli Michael 5.
Ott Sonja 4.
Iten Simon 3.
Dittli Jonas 3.
Burkard Andreas 2.

Waldhorn
Lienert Patrizia 6.
Müller Johannes 5.

Tenorhorn
Schönbächler Stefan 3.

Posaune
-

Bass
Bisig Lukas 5.

Bass-Gitarre
Marty Stefan 2.

Gitarre
-

Drums
Süss Dominik 5.
Schaad Philipp 3.
Forster Aaron 3.

Technik
Schönbächler Ruedi 4.