Jahresbericht 2004/2005

Nach knapp zwei Monaten Ferien startete die FM am Freitag, den 3. September ins neue Schuljahr und nahm ihre Probenarbeit wieder auf. Ernüchtert stellte man fest, dass es jedes Jahr dasselbe ist: die besten und erfahrensten Musikerinnen und Musiker kurven nach bestandener Matura in irgendwelchen Universitäten herum und der übrig gebliebene Rest muss in mühsamer Arbeit das ganze Repertoire wieder neu erarbeiten. Doch dank intensiver Werbung und einigen glücklichen Zufällen füllten sich die Ränge nach und nach und schon bald war von der spärlichen Besetzung anfangs des Jahres nicht mehr viel übrig und es konnten sogar schon die ersten Ständchen im Abteihof absolviert werden.
Es wurde geprobt und intensiv an den Stücken gefeilt und schon relativ früh konnte das Ziel der diesjährigen FM-Reise bekannt gegeben werden. Nach Slowenien sollte es gehen, wo die FM schon im Jahre 1998 gespielt und positive Erfahrungen gemacht hatte.
Doch bevor die Reise in den Süden losgehen konnte, galt es am 12. März noch einmal vor heimischem Publikum zu spielen. Am 52. Laetare-Konzert spielten wie üblich neben der Gesamtmusik und Bani’s Big Band einige kleinere Bands, die ihrerseits zu begeistern vermochten. Ein Highlight dieses Jahr war auch die Darbietung der Sechstklässler, die kurzerhand drei Alphörner auf die Bühne brachten und zur Überraschung aller gekonnt ein Stück spielten. Alles in allem war das Konzert zwar nicht schlecht, aber es muss auch nicht unbedingt zu den besten der FM-Geschichte gezählt werden.
Am 2. Mai um 6.00 Uhr in der Frühe starteten wir mit einem Schuler-Reisecar in Richtung Slowenien. Wie bereits die Jahre zuvor setzte sich das bewährte Leiterteam aus P. Roman, Elena Stäger, Linda Morgenthaler, Marcel Schuler und unserem Chauffeur Marcell Schuler zusammen.
Nach gut zehn Stunden Fahrt trafen wir in Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, ein und die meisten machten sich sofort auf, die Stadt mit ihrem ungewohnt südlichen Flair zu erkunden. Und schliesslich bietet Ljubljana nicht nur kulturelle Eigenheit, sondern auch eine reiche Zahl an fabelhaften Gaststätten, die es zu testen galt. Durch die Geschehnisse des Vorjahres gewarnt, hielten sich zur grossen Freude des Leiterteams alle FM-Mitglieder an die Regeln, und selbst die Nachtruhe wurde so strikte eingehalten, dass keine einzige (!) Beschwerde bei der Hotelrezeption einging.
Das erste Konzert hielten wir am Bischöflichen Gymnasium Šentvid, dessen berühmte Chöre vor einigen Jahren in Einsiedeln zu Gast waren, wo sie ein sensationelles Konzert dargeboten hatten. Nach einem spendierten Mittagessen in der Mensa und einer spontanen Tanzstunde kehrten wir ins Hotel zurück. Schon relativ früh am Morgen des dritten Tages fuhren wir zu den weltberühmten Grotten in Postojna und spielten dort vor dem Höhleneingang. Trotz anfänglichen Zweifeln am Wetter klarte es plötzlich auf, und die meisten entledigten sich bereits im Car ihrer Pullover und wenn nicht, dann spätestens als wir in Piran, einem Fischerdörfchen direkt am adriatischen Meer, eintrafen und dort von sommerlichen Temperaturen empfangen wurden. Kein FM-ler liess es sich nehmen, ein bisschen Sonne zu tanken, bevor wir nach Portorožweiterfuhren, wo wir auf einem Platz direkt am Meer spielten und anschliessend in einem 5-Sterne-Hotel dinieren durften. Dank eines reichhaltigen Buffets konnten sich auch die kulinarisch weniger versierten FM-ler den Bauch voll schlagen.
Mit einem weiteren Konzert in Postojna schlossen wir die diesjährige FM-Reise ab und die meisten liessen es sich nicht entgehen, den tiefen Wechselkurs zu nutzen, bevor es galt, in die kalte Schweiz zurückzukehren. Am nächsten Morgen schafften es mehr oder weniger alle FM-ler, einigermassen ausgeschlafen vor dem Hotel anzutraben, und jene, die sich noch nicht blicken liessen, wurden ebenfalls noch geweckt und zum Erstaunen aller standen sie in kaum zehn Minuten angezogen und mit gepackten Koffern vor dem Hotel. Nach zehn Stunden Rückfahrt, wenig Schlaf und einigen Tassen Kaffee beliebiger Dosierung trafen wir nach einer tollen FM-Reise in Einsiedeln ein.
Am Mittag des 9. Juni fand der alljährliche Schüler-Lehrer-Fussballmatch statt. Vor der Pause stand es zwar eher schlecht für die Schüler, die mit 3:0 Toren im Rückstand lagen, doch nach ein bisschen Erholung und einigen Takten Musik der FM in der Pause kämpften sich die Schüler bis zu einem Unentschieden vor.
Das letzte Konzert mit der sechsten Klasse gaben wir am 4. Juni im Dorfzent(r)um in Einsiedeln. Es war ein tolles Abschiedskonzert, auf das wir durchwegs positive Resonanz seitens der Zuhörer bekamen und welches in keinster Weise mit unserer Leistung am Laetare zu vergleichen war. Dass beim obligaten Zugabestück „Tequila“ laut mitgeschrieen wurde, war da natürlich selbstverständlich. Insgesamt verabschiedeten sich 12 Maturandinnen und Maturanden: Samuel Merz 6a (Trompeter und Kapellmeister), Marina Bösiger 6b (Klarinettistin), Flurina Decaspar 6b (Primhornistin), Roman Fuchs 6b (Klarinettist), Sven Heinrich 6b (Techniker), Felix Huber 6a (Posaunist), Isabelle Kälin 6b (Posaunistin), Vincent Keehnen 6a (Saxophonist), Lorenz Küchler 6b (Sousaphonist), Roger Lienert 6b (Waldhornist), Patrizia Pfister 6b (Tenorhornistin) und Dario Züger 6b (Waldhornist und Webmaster von www.studentenmusik.ch). Neben der Tatsache, dass wir mit diesen zwölf engagierten Musikern und Musikerinnen nicht nur eine starke „Blechfraktion“ verlieren, darf nicht vergessen werden, dass nun zwölf junge Menschen, für die wir selbstverständlich immer ein paar Plätze frei halten werden, ihre eigenen Wege gehen.

Die Aktuarin: Eva Hürlimann


Ich kann der Aktuarin und Vizekapellmeisterin Eva nur beipflichten, dass das Konzert vom 4. Juni ganz besonders gut gelungen ist. Dass wir uns auch diesmal wieder von zwölf tollen jungen Leuten verabschieden mussten, ist einerseits traurig für die Studentenmusik, aber anderseits gehört es zur Struktur dieser Formation, dass wir dauernd am Neu-Aufbauen sind. Wenn es am besten läuft, müssen wir wieder von vorne beginnen. Langsam gewöhne ich mich an diesen Zyklus.
Ich empfinde das vergangene FM-Jahr besonders positiv. Nach der Luxemburg-Tournee 2004 hatte ich recht wenig Lust auf Studentenmusik und noch weniger Lust auf Konzertreisen. Die jungen Leute haben mir dann aber in Slowenien bewiesen, dass ihnen sehr viel an den Tourneen liegt und sie sehr wohl eine Festhütte von einem Hotel, in dem es Leute gibt, die des Nachts schlafen wollen, unterscheiden können. Für mich war Slowenien ein wahnsinnig schönes Erlebnis, das ich nicht missen möchte.
Wir sind in den Konzerten jeweils darauf angewiesen, dass wir das Programm mit kleineren Besetzungen auflockern können. Dazu nehmen die Mitglieder der Big Band ein grosses Mass an zusätzlicher Probenarbeit auf sich, um das entsprechende Niveau zu erreichen. Dann sind da aber auch die anderen Bands, welche sich spontan zusammentun und etwas Sinnvolles erarbeiten.
Schon lange hatte ich Angst auf das Ende des Schuljahres 2004/05, weil uns damit ein grosser Teil des Blechregisters verlässt. Hörner, Posaunen und Sousaphon werden teilweise oder ganz ausgelöscht. Zum Glück sind bereits wieder sehr fähige junge Musikerinnen und Musiker in den entsprechenden Registern am Werk oder werden in absehbarer Zeit so weit sein. So oder so ist die Gesamtzahl allerdings etwas zu gering und es wird im neuen Schuljahr viel geschehen müssen, damit wir wieder ein einigermassen ausgewogenes Klangbild erreichen.
Ich konnte mich im vergangenen Jahr auf ein zuverlässiges und aktives Komitee verlassen. Es war jeweils kein Problem, Kapellmeister Sämi den Laden zu übergeben. Alles funktionierte. Ich denke, dass ich mich auch im kommenden Jahr auf ein tolles Komitee stützen kann.
So hoffe ich nun, dass wieder möglichst viele neue Schülerinnen und Schüler den Weg in die FM finden. Im vergangenen Juni konnte ich mit meiner Klasse 30 Jahre Matura feiern. Einer meiner ehemaligen Klassenkollegen meinte, dass er es heute noch bereue, damals nicht in der Studentenmusik mitgemacht zu haben. Ich höre diesen Satz so oft. Zu oft! Das gemeinsame Musizieren ist nicht nur musikalisch bereichernd, sondern bringt auch zwischenmenschlichen und (erwiesenermassen) schulleistungsmässigen Gewinn!
So freue ich mich darauf, mit der FM zusammen im Herbst ein neues Schuljahr zu beginnen.

Marcel Schuler


Leitung
Marcel Schuler

Ratgeber in allen Situationen und Stütze der Leitung
P. Roman Bannwart

Komitee
Merz Samuel 6., Kapellmeister
Hürlimann Eva 5., Vizekapellmeisterin und Aktuarin
Fuchs Roman 6., Materialverwalter
Kälin Isabelle 6., Uniformen
Heinrich Sven 6., Technik
Züger Dario 6., Internet-Verantwortlicher
Evelina Croce 5., weiteres Komiteemitglied
Stefanie Hensler 5., weiteres Komiteemitglied
Yvette Stebler 4., weiteres Komiteemitglied


Slowenien-Reise-Team
Frau Linda Morgenthaler, Assistentin
Frau Elena Stäger, Betreuerin
Herr Marcell Schuler, Chauffeur


Musiklehrer
Herr Marcel Saurer, Trompete, Horninstrumente und Leiter der Gabrielibläser

Mitglieder der Studentenmusik

Flöte
Zgraggen Dominique 5.
Stebler Yvette 4.
Steinauer Angela 4.
Schuler Sibylle 4.
Zehnder Janine 4.
Fuchs Irmgard 3.
Florio Tania 2.
Klarinette
Fuchs Roman 6.
Bösiger Marina 6.
Croce Evelina 5.
Hürlimann Eva 5.
Lüönd Sabrina 4.
Stebler Désirée 1.
Lagler Esther 1.
Alt-Saxophon
Hensler Stefanie 5.
Suter Fabienne 5.
Keehnen Vincent 6.
Zehnder Nicole 2.
Ochsner Patrizia 2.
Gresch Dominik 2.
Saner Sebastian 1.
Tenor-Saxophon
Schibli Nadine 1.
Trompete
Merz Samuel 6.
Küchler Martin 3.
Richner Lucas 3.
Mächler Tobias 2.
Egli Valentin 2.
Waldhorn
Züger Dario 6.
Lienert Roger 6.
Lienert Patrizia 1.
Primhorn
Decasper Flurina 6.
Tenorhorn
Pfister Patrizia 6.
Bodendörfer Elias 2.
Posaune
Huber Felix 6.
Kälin Isabelle 6.
Weber Lou 2.
Sousaphon
Küchler Lorenz 6.
Bass-Gitarre
P. Roman Bannwart
Drums
Küchler Robin 2.
Richner Robin 2.
Brandenberger Mathias 2.
Technik
Heinrich Sven 6.