Jahresbericht 2003/2004

Wie schon die Jahre zuvor begann mit dem Startschuss für das neue Schuljahr auch die Probearbeit der FM von neuem. Am 5. September kamen wir das erste mal wieder zusammen, um mit dem seit dem Vorjahr um 10 Musiker und Musikerinnen geschrumpften Ensemble zu proben. Obwohl wir der langen Sommermonate wegen, in denen wohl niemand ernsthaft und regelmässig ans Üben gedacht hatte, und wegen dem Verlust der Maturanden, klanglich nicht sehr perfekt klangen, standen schon anfangs Jahr mehrere Ständchen auf dem Programm. Und schon bald konnten wir auch wieder da und dort in verschiedenen Registern neue, junge Gesichter erblicken, so dass unsere Mitgliederzahl wieder stetig anstieg und langsam aber sicher wieder das Niveau des letzten Jahres erreichte.
Im Laufe der nächsten Wochen ging’s zwar teilweise harzig voran und manchmal kamen Zweifel auf, ob die FM jemals wieder so klingen werde wie die Jahre zuvor. So wurde fleissig geprobt. Und schon bald munkelte man von verschiedenen Seiten, wohin uns die FM-Tournee 04 führen werde. Nach Slowenien wollte man eigentlich, wo man vor 6 Jahren schon einmal war. Aber verschiedene Probleme liessen dieses Projekt scheitern. Glücklicherweise verhalf der Zufall zu einem neuen Ziel: durch eine ehemalige FM-lerin, welche Verwandte in Luxemburg hat, konnten Kontakte dorthin geknüpft werden und schon relativ bald stand fest: zwischen dem 26. April und dem 1. Mai werden wir mehrere Konzerte in dem mit 2’586km2 relativ kleinen, zwischen Frankreich, Deutschland und Belgien gelegenen Land spielen.
Doch vorher galt es noch, sich auf das Laetare-Konzert vom 27. März zu konzentrieren. Mit der Gesamtmusik, Bani’s Big Band und zwei kleineren Bands konnten wir die Besucher, unter denen sich wie üblich zahlreiche Ex-FMler aufhielten, überzeugen. Und wie jedes Jahr liess es sich die 6. Klasse nicht nehmen, mit einer Eigenproduktion zu überraschen. Mit einem gelungenen Rap erinnerten sie an die Erlebnisse aller Konzert-Reisen, die sie mit der FM erleben durften. Von Rom über München, Freiburg nach Paris und Portsmouth bis zur noch bevorstehenden Tour nach Luxemburg. Und als passendes Abschiedsgeschenk überreichten die 6. Klässler unserem Dirigenten Luxemburgerli und auch einen Wecker, mit der Hoffnung verbunden, dass die Proben im nächsten Schuljahr vielleicht etwas pünktlicher beginnen mögen.
Am 26. April starteten wir nach einer kurzen Probe im Theatersaal mit unserem bereits bewährten Leiterteam Marcel Schuler, Linda Morgenthaler, Elena Stäger sowie dem schon mehrmals mitgereisten Chauffeur Marcell Schuler nach Luxemburg. Die Reise verlief ohne Probleme und nachdem wir das Hotel Schintgen, welches direkt im Zentrum von Luxemburg liegt, bezogen hatten, machten sich die meisten auf, Luxemburg zu erkunden.
Am nächsten Tag konnten wir auf der Place d’Armes mitten in Luxemburg unser erstes Konzert geben. Dass wir viele Zuhörer hatten, lag weniger an unserem guten Spiel, als daran, dass rund um den Platz Dutzende von Cafés, Restaurants und Imbissbuden liegen. Den freien Nachmittag nutzten viele, sich etwas in der Stadt umzusehen oder die unterirdischen Kasemattengänge, die im 2. Weltkrieg den Bewohnern als Schutz dienten, zu besichtigen. Am Mittwoch stand für uns der wohl härteste Tag der ganzen Reise auf dem Programm. Wir spielten an mehreren Schulen; morgens an der „École Européenne“, einer Schule für Kinder von Beamten aus den EU-Ländern, nachmittags am „Lycée Technique des Arts et Métiers“ und abends am „Lycée Technique École de Commerce et de Gestion“. Das letzte Konzert wird ohne Zweifel als eines der schlechtesten in die Geschichte der FM eingehen. Als uns Herr Schuler damals fragte, ob wir bereit wären, drei Konzerte an diesem Mittwoch zu geben, ahnte kaum einer von uns, wie anstrengend dies werden würde. Wir wurden eines besseren belehrt, denn trotz dem köstlichen Nachtessen in der Pizzeria konnte niemand behaupten, gut, oder auch nur einigermassen akzeptabel gespielt zu haben. Am Donnerstag stand dann auch nur ein Konzert auf dem Programm, am „Lycée Josy Barthel“ in Mamer. Den Rest des Tages hatten wir zur freien Verfügung. Freitags machten wir uns um 9.00 Uhr zu einer Fahrt nach Diekirch auf, um an der dortigen Hotelfachschule zu spielen. Da das Wetter trocken war, spielten wir draussen und nach unserem Ständchen wurden wir noch zum Essen eingeladen. Dass dieses Essen aus einem exzellenten 6-gängigen Menu bestand und wir etwa zweieinhalb Stunden wie Könige bedient wurden, wussten zwar nicht alle zu schätzen, aber einige haben es trotzdem in vollen Zügen genossen. Die Pizzeria, die wir dann am Abend vor unserem letzten Konzert in Wincrange besuchten, war Gott sei Dank flexibel und bediente uns mit kalten Fleischplatten und Pommes.
Dieses letzte Konzert der Tournee 04 absolvierten wir zusammen mit einer 5-köpfigen Combo der Musikschule des Cantons Clerf. Der Posaunist dieser Combo, Laurent Lemaire, spielte nach einer ganz kurzen Probe noch in der Big Band mit Solos mit. Ob es am Weisswein lag, den wir nach dem Konzert noch bekamen oder an der allgemeinen Musikalität der FM-ler, dass auf dem Nachhauseweg im Car von „I Will Follow Him“ bis zu „Jingle Bells“ das gesamte gesangliche Repertoire durchgenommen wurde, bleibt offen. Ich tippe auf den Weisswein. Jedenfalls wurde die Nachtruhe für die wenigsten von uns sehr lang. Als auch die letzten begriffen hatten, dass man im Hotel wirklich ruhig sein sollte, machten wir es uns im nahe gelegenen Park gemütlich.
Am Morgen hiess es dann Abschied nehmen und mit einem kurzen Mittagshalt landeten wir dann am späteren Nachmittag wieder glücklich zu Hause.
Mit dem kurzen Ständchen der FM in der Halbzeit des „Lehrer-Schüler-Matches“ am 8. Juni haben wir die Vertreter der Schülerseite so angespornt, dass die Lehrer mit 12:1 vernichtend geschlagen wurden. Vielleicht war auch nur das schöne Wetter Grund dafür!
Am Freitag davor, dem 4. Juni stand das offizielle Abschiedskonzert im Dorfzentrum auf dem Programm. Erst da sah man, wie viele Mitglieder die FM mit Ende dieses Schuljahres wieder verliert: Raphael Honegger 6a (Kapellmeister und Klarinettist), Laura Brühlhart 6a (Saxophonistin), Bettina Gasser 6a (Klarinettistin), Olivia Grätzer 6b (Klarinettistin), Raphael Hauser 6a (Gitarrist), Claudia Hensler 6b (Klarinettistin), Urs Küchler 6b (Sousaphonist), Michael Meyer 6a (Trompeter), Esther Schmid 6a (Klarinettistin), Iris Furrer 3a (Flötistin) und Mathias Meyer 3b (Drummer). Mit ihnen allen haben wir eine wunderbare Zeit erlebt, und es tut weh, so engagierte Musikerinnen und Musiker zu verlieren. Aber wie schrieb der Einsiedler Anzeiger dazu: Die Studentenmusik wird weiter leben!

Die Aktuarin: Eva Hürlimann


Die Studentenmusik wird weiter leben! Dass dies so bleibt, hängt vor allem vom Engagement der einzelnen Mitglieder der Studentenmusik ab. Sie sind es, welche regelmässig in die Proben kommen sollen, neue Mitglieder anwerben (die Werbung unter Kolleginnen und Kollegen ist am wirksamsten!) und sich über das blosse Musizieren hinaus engagieren müssen, damit der Laden weiter funktioniert. Aber wenn ich an das engagierte Mitarbeiten des diesjährigen Kapellmeisters Raphael oder der Aktuarin und künftigen Vizekapellmeisterin Eva und vieler anderer denke, müssen wir keine Angst um das Überleben der FM haben. Nach wie vor ist es so, dass wir um einzelne Register – ich denke da in erster Linie an die Blechblasinstrumente – etwas bangen müssen. Ein Phänomen, das überall zu beobachten ist, aber das wird sich wohl bei uns auch weiterhin irgendwie regeln wie bisher. So sind bereits wieder einzelne am Lernen eines anderen Instrumentes, um vom Holz- ins Blechregister zu wechseln. Sehr erfreulich in diesem Jahr war der grosse Mitgliederzuwachs aus der ersten Klasse. Das ist wohl vor allem Nicole zu verdanken, die ihre Kolleginnen und Kollegen zu Beginn des Schuljahres mitschleppte. Oft ist da eine gewisse Ängstlichkeit vorhanden, ob man gleich vom Anfang des Gymnasiums an die zeitliche Belastung mit den Proben aushält und verpasst dann prompt den Einstieg im richtigen Moment. Eine Angst, die meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt ist, da wohl kaum jemand sämtliche Mittagspausen mit Lernen ausfüllt und so in Zeitprobleme geraten würde wegen der FM. Als Ort der Begegnung über die Klassengrenzen hinaus ist die Studentenmusik ein ideales Tätigkeitsfeld. Man erarbeitet etwas zusammen und erlebt vieles miteinander durch das aktive Musizieren. Ein Wert, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Dies ist auch für mich die wichtigste Motivation, meine Energie weiterhin in die Studentenmusik zu investieren.


Leitung
Marcel Schuler

Ratgeber in allen Situationen und Stütze der Leitung
P.Roman Bannwart

Komitee
Honegger Raphael 6., Kapellmeister
Merz Samuel 5., Vizekapellmeister
Fuchs Roman 5., Materialverwalter
Kälin Isabelle 5., Uniformen
Heinrich Sven 5., Technik
Schönbächler Silvan 4., Aktuar (Sept. 03 – Jan. 04)
Hürlimann Eva 4., Aktuarin (ab Jan. 04)
Züger Dario 5., Betreuer der Homepage
Brülhart Laura 6., weiteres Komiteemitglied
Grätzer Olivia 6., weiteres Komiteemitglied
Meyer Michi 6., weiteres Komiteemitglied


Luxemburg-Reise-Team
Frau Linda Morgenthaler, Mit-Organisatorin und Betreuerin
Frau Elena Stäger, Betreuerin
Herr Marcell Schuler, Chauffeur


Musiklehrer
Herr Marcel Saurer, Trompete, Horninstrumente und Leiter der Gabrielibläser

Mitglieder der Studentenmusik

Flöte
Hürlimann Eva 4.
Zgraggen Dominique 4.
Stebler Yvette 3.
Steinauer Angela 3.
Schuler Sibylle 3.
Fuchs Irmgard 2.
Florio Tania 1.
Furrer Iris 3.
Klarinette
Honegger Raphael 6.
Grätzer Olivia 6.
Hensler Claudia 6.
Gasser Bettina 6.
Schmid Esther 6.
Fuchs Roman 5.
Bösiger Marina 5.
Alt-Saxophon
Brülhart Laura 6.
Hensler Stefanie 4.
Suter Fabienne 4.
Keehnen Vincent 5.
Zehnder Nicole 1.
Lienert Sonja 1.
Ochsner Patrizia 1.
Tenor-Saxophon
Croce Evelina 4.
Trompete
Merz Samuel 5.
Meyer Michi 6.
Schönbächler Silvan 4. (bis Jan. 04)
Küchler Martin 2.
Richner Lucas 2.
Mächler Tobias 1.
Waldhorn
Züger Dario 6.
Lienert Roger 6.
Primhorn
Decasper Flurina 6.
Tenorhorn
Pfister Patrizia 6.
Bodendörfer Elias 2.
Posaune
Küchler Urs 6.
Huber Felix 5.
Kälin Isabelle 5.
Sousaphon
Küchler Lorenz 6.
Bass-Gitarre
P. Roman Bannwart
E-Gitarre
Hedinger Mark 2.
Drums
Meyer Mathias 3.
Küchler Robin 1.
Richner Robin 1.
Technik
Heinrich Sven 6.