Jahresbericht 2001/2002

Bereits am 24. September durfte die FM in neuer Zusammensetzung und nach nur drei Wochen Probe ein kleines Konzert im Theatersaal der Stiftsschule geben. Die Schulleitung hat ein neues Leitbild entwickelt, welches in einem würdigen Rahmen vorgestellt werden sollte. Natürlich kam der FM diese Ehre zuteil und wie immer gab sie ihr Bestes, den Anlass mit Schwung, Enthusiasmus und Musikalität zu verschönern.
Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass die diesjährige Tournee wahrscheinlich in die Weltstadt Paris führen wird. Die Vorfreude darüber war allen ins Gesicht geschrieben, sogar bei Herrn Schuler und Pater Roman war von diesem Tag an eine Paris-Euphorie feststellbar! Die Bereitschaft, fortan mit Eifer zu üben und zu proben wurde im Hinblick auf dieses riesengrosse Ziel zu einer Selbstverständlichkeit.

Am Dienstag, 20. November, fand bereits wieder ein kleineres Konzert statt. Der damalige Nationalratspräsident Peter Hess, der ebenfalls einst in die Stiftsschule ging, kam zu Besuch und vermittelte den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Schweizerpolitik. Die FM durfte diesen Anlass musikalisch begleiten.

Die nachfolgenden Proben standen ganz im Zeichen des Laetarekonzertes vom 15. März 2002. Das Schicksal meinte es allerdings nicht besonders gut mit uns. Jonas Asprion, ein wichtiger Trompeter, verletzte sich kurz vorher, so dass wir auf seinen Einsatz verzichten mussten. Herrn Schuler blieb nichts anderes übrig, als für einen Ersatz zu sorgen. Der Zusammenhalt der FM-ler, auch der Ehemaligen, ist bekanntlich riesengross und so erstaunt es nicht, dass er bald fündig wurde und Matthias Birrer sich bereit erklärte, in die Bresche zu springen. Dank seinem grossen Können brauchte es nur eine einzige zusätzliche Probe, nämlich die Hauptprobe vom Sonntag, dann war es soweit. The show must go on! Die zahlreich erschienenen ZuhörerInnen wurden mit neuen und bereits bekannten Stücken verwöhnt. Besonders „Derrick“ erntete einen Riesenapplaus! Und nach mehreren Zugaben setzten wir mit „Tequila“ den von den Gästen erwarteten Schlusspunkt. Zum ersten Mal in der FM-Geschichte wurden diese in der Pause kulinarisch verwöhnt. Von Kuchen über Wienerli mit Brot bis zu Champagner stand alles für ihr Wohlbefinden zur Verfügung. Die Idee hat sich bewährt und wahrscheinlich auch gelohnt.
Herzlichen Dank an die „Festwirte“ Fredi Trütsch und Werner Küttel (beide Turnlehrer an der Stiftsschule) und ihren Helferinnen und Helfern!

Auch in diesem Jahr starteten wir unsere Tournee mit einer Probe. Am folgenden Tag, am 29. April, trat die FM dann die langersehnte Reise nach Paris an, welche mit dem Autocar einen ganzen Tag in Anspruch nahm. Dies hinderte jedoch niemanden daran, bereits am ersten Abend nach der Ankunft im Pariser Vorort St. Germain-en-Laye zu feiern und zu tanzen.
Am Dienstag, unserem ersten Tag in Paris, unternahm die gesamte FM zunächst einmal eine eindrucksvolle Schifffahrt auf der Seine. Am Abend gaben wir für das Collège W.A. Mozart ein Konzert, das uns richtig gut gelang.
Der folgende Tag stellte dann zum ersten Mal auf einer Tournee ein Problem dar. Wegen der umstrittenen Wahlen in Frankreich durften wir am 1. Mai aus Sicherheitsgründen nicht nach Paris fahren. Zu viele Demonstrationen waren angekündigt. So improvisierte Herr Schuler kurzerhand ein Ersatzprogramm und die FM erkundigte zuerst das Schloss in St. Germain-en-Laye. Danach reisten wir nach Versailles und besichtigten dort die riesige und wunderschöne Gartenanlage.
Am Donnerstag stand der Besuch der Schweizer Botschaft auf dem Programm. In deren Innenhof gaben wir für die Angestellten ein kurzes Ständchen. Danach waren wir vom Botschafter und seiner Frau zu einem gediegenen Apero eingeladen. Den Abschluss der Tournee bildete ein Konzert im Lycée Carnot, wo wir als kleines Dankeschön zum Nachtessen eingeladen wurden. Abschliessend bleibt zu erwähnen, dass die Stimmung während der ganzen Zeit hervorragend war, die Reise durch unseren beliebten und kompetenten Dirigenten hervorragend organisiert worden war und viele grosse und kleine Freundschaften geknüpft wurden, welche keine Altersgrenze kennen!

Die Ständchen für die Ehemaligen der Stiftsschule fielen dieses Jahr fast alle buchstäblich ins Wasser. Nur ein einziges konnten wir guten Mutes durchführen, an allen anderen Zusammenkünften regnete es leider in Strömen.
Beim Fussballmatch der Lehrer gegen die Schüler der Maturaklasse hatte die FM noch einmal die Gelegenheit, ein Ständchen zu spielen. Obwohl die Schüler bereits in der Pause mit grossem Vorsprung führten, dirigierte Herr Schuler mit grösster Hingabe und versuchte die Stimmung im Lehrerteam positiv zu beeinflussen; denn diese mussten nun natürlich zur Höchstleistung angespornt werden... (Gebracht hat es „leider“ schlussendlich trotzdem nichts....)

Das letzte Konzert des Schuljahres wurde am 8. Juni im Dorfzentrum gegeben. Für elf Schülerinnen und Schüler bedeutete es gleichzeitig, Abschied von der FM zu nehmen (die Unterzeichnete befand sich ebenfalls unter ihnen). Bereits zu Beginn machte sich ein mulmiges Gefühl bemerkbar. Wehmütig ums Herz spielten wir die Stücke, wissend, dass wir in dieser Konstellation zum letzten Mal unsere Instrumente erklingen lassen würden. Auch wenn wir elf uns freuen, mit der Matura in der Tasche einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, die Jahre in der FM und damit verbunden die vielen schönen Erlebnisse und zwischenmenschlichen Erfahrungen werden uns immer in bester Erinnerung bleiben.

Die Aktuarin: Flavia Roth


Ein für mich höchst erfreuliches FM-Jahr liegt hinter uns. Die Tournee nach Paris konnte stattfinden, verschiedene Probleme, die anfangs Schuljahr drückten, konnten gelöst werden und sowohl musikalisch als auch menschlich haben wir viel erreicht in dieser Zeit. Auch konnte das stete Schrumpfen unserer Formation aufgehalten werden; wie vor einem Jahr hat die FM 30 weibliche und 20 männliche Mitglieder. Ich denke, dass die weibliche Überzahl ganz wesentlich mitschuldig an der guten Stimmung bei uns ist.
Vor einem Jahr war die starke Dominanz der Holzblasinstrumente auffällig. Der Wechsel von einigen Klarinettistinnen und Klarinettisten zum Blech – in erstaunlich kurzer Zeit haben sie das neue Instrument gelernt – hat die Situation etwas entschärft. Ein Problem ist allerdings nach wie vor das zu kleine Trompetenregister. Erstaunlich, was die wenigen Trompeterinnen und Trompeter leisteten!
Auch das Schlagzeug konnte wieder vollständig besetzt werden. Mathias aus der ersten Klasse zeigte schon beim ersten Schlag, dass er nun taktmässig die Sache in die Hand nimmt!
Es sei auch das Engagement in den Kleinbesetzungen genannt. In allen Konzerten spielten Bands verschiedener Stilrichtungen und bereicherten so unser musikalisches Erscheinungsbild. Die Big Band – die einzige dieser Formationen, welche konsequent das ganze Jahr hindurch wöchentlich eine Stunde probt – steht auch am Schluss dieses Schuljahres wieder auf einem erstaunlich hohen musikalischen Niveau, obwohl dies nicht gerade zu erwarten war, da mehr als die Hälfte der Besetzung im September 2001 neu dazukam!
Obwohl uns am Ende dieses Schuljahres zwölf gute Bläserinnen und Bläser verlassen, darf ich für das nächste Schuljahr zuversichtlich sein.
Was allen, die mit der Studentenmusik in Kontakt kommen, besonders auffällt, ist das gute menschliche Klima, das zu erleben mir auch dieses Jahr wieder die Arbeit enorm erleichtert hat. Gerade bei etwas komplizierteren Unternehmungen wie das zum Beispiel die Reise nach Paris war, ist es besonders wichtig, dass ich mich auf die einzelnen verlassen kann. Auch ein verantwortungsbewusstes Komitee unter der Leitung unserer Kapellmeisterin Andrea hat ganz wesentlich zum erfolgreichen FM-Jahr beigetragen.
Zum Schluss möchte ich die Eltern dazu auffordern, ihre Töchter und Söhne zum Mitmachen in der Studentenmusik zu ermuntern. Das gemeinsame Musizieren ist gerade in unserer heutigen Zeit des übersteigerten Individualismus und der drohenden Gefahr der Vereinsamung vor dem Bildschirm besonders wichtig. Nicht von ungefähr treffen sich anlässlich des grossen Alteinsiedlertages am 29. Juni 130 Ehemalige der Studentenmusik, um zusammen wieder einmal zu musizieren und sich an die vielen positiven Momente während ihrer aktiven Zeit in der FM zu erinnern.

Marcel Schuler


Leitung
Marcel Schuler
 
Ratgeber in allen Situationen und Stütze der Leitung
P.Roman Bannwart
 
Komitee
Kälin Andrea 6., Kapellmeisterin
Asprion Jonas 5., Vizekapellmeister
Kälin Lukas 5., Materialverwalter
Kälin Isabelle 3., Uniformen
Ghisleni Carmen 6., Technik
Roth Flavia 6., Aktuarin
Morgenthaler Linda 6., Betreuerin der Homepage
Brülhart Marc 6., weiteres Komiteemitglied
Grätzer Olivia 4., weiteres Komiteemitglied
Meyer Michi 4., weiteres Komiteemitglied

 
Paris-Reise-Team
Frau Ruth Oswald, Betreuerin
Herr Marcell Schuler, Bus-Chauffeur

 
Musiklehrer
Saurer Marcel, Trompete, Horninstrumente und Leiter der Gabrielibläser

Mitglieder der Studentenmusik

Flöte
Hensler Kathrin 6.
Kälin Andrea 6.
Speck Fabienne 6.
Fuchs Gina 6.
Zehnder Janine 2.
Hürlimann Eva 2.
Zgraggen Dominique 2.
Stebler Yvette 1.
Steinauer Angela 1.

Klarinette
Honegger Raphael 4.
Roth Flavia 6.
Grätzer Olivia 4.
Hensler Claudia 4.
Engels Géraldine 5.
Meyer Christina 5.
Croce Evelina 2.
Fuchs Roman 3.

Alt-Saxophon
Merz Claudia 6.
Zehnder Adrian 5.
Brülhart Laura 4.
Kämpfer Micha 6.
Hensler Stefanie 2.
Thalmann Claudia 5.
Suter Fabienne 2.
Keehnen Vincent 3.

Sopran-Saxophon
Schaufelberger Audrey 6.
Tenor-Saxophon
Blöchliger Rachel 5.
Morgenthaler Mark 3.

Bariton-Saxophon
Brülhart Marc 6.
Trompete
Asprion Jonas 5.
Morgenthaler Linda 6.
Merz Samuel 3.
Meyer Michi 4.
Schönbächler Silvan 2.
Huber Martina 4.
Waldhorn
Küchler Lorenz 4.
Lienert Roger 4.
Primhorn
Decasper Flurina 4.
Züger Dario 4.
Tenorhorn
Pfister Patrizia 6.
Posaune
Küchler Urs 6.
Huber Felix 5.
Kälin Isabelle 5.

Sousaphon
Kälin Lukas 5.
Canepa Reto 5.
Bass-Gitarre
P. Roman Bannwart
Drums
Fässler Yasmin 6.
Heinrich Simone 5.
Meyer Mathias 1.
Gitarre
Hauser Raphael 5.
Technik
Ghisleni Carmen 6.