Jahresbericht 2000/2001

Mit dem Start des neuen Schuljahres ende August begannen auch die FM-Proben wieder. Nachdem beinahe zwanzig Bläserinnen und Bläser im Sommer aufgrund der Matura die FM schweren Herzens verlassen hatten, mussten die übrigen – auf die Zahl 50 geschrumpft - nun alleine zurechtkommen. Dank intensiven Proben und der Geduld von Herrn Schuler erkannte man in Kürze die Melodien der Stücke wieder und wir konnten unsere Töne unbekümmert der Öffentlichkeit zumuten. Besonders froh waren wir natürlich auch über die zahlreichen Neuzugänge aus den unteren Klassen!

Am 30.September fand bereits das erste Konzert statt. Nach einem schmackhaften Essen im Restaurant Storchen durften auch die Ehemaligen noch einmal mit voller Kraft ihr Können zum Besten geben. Einmal mehr begeisterten wir das ganze Dorfzentrum mit unserer lockeren und fröhlichen Art. Nach ca. 1 ½ Stunden wurden die Ehemaligen dann endgültig verabschiedet.

Nun total auf uns alleine gestellt, übten und übten wir. Das Ziel, die Tournee von Ende April, motivierte uns bereits Monate zuvor und förderte unser Zusammengehörigkeitsgefühl. Nach längerem Hin und Her stand auch der Ort fest; die diesjährige Reise führte uns in die gemütliche Studentenstadt Freiburg i.Br.
Da uns Herr Schuler nach dreiwöchiger Instrumenten-Pause wieder in Topform bringen wollte, gab es gleich zu Beginn der Tournee eine Probe. Gegen den Nachmittag traten wir dann die zweieinhalbstündige Reise an. Zum ersten Mal begleitete uns dieses Jahr ein Materialchauffeur, Herr Werner Küttel, Sport- und Zeichenlehrer an der Stiftsschule. Er transportierte unser Material immer pünktlich und zuverlässig an Ort und Stelle. Im Berthold-Gymnasium gaben wir am folgenden Tag unser erstes, durch die Vorprobe in Einsiedeln bestens klappende Konzert. Gegen den Abend fand dann das erste Ständchen statt: Im Stadtgarten spielten wir topmotiviert einen Teil unseres Repertoires und begeisterten damit unsere Zuhörerinnen und Zuhörer.
Am nächsten Morgen mussten wir ein Ständchen aufgrund des schlechten Wetters absagen. Daher trafen wir uns erst gegen Abend wieder und fuhren gemeinsam zum Deutsch-Französischen Gymnasium, wo ein zweistündiges Konzert geplant war.
Da sich das Wetter wieder gebessert hatte, konnten wir am zweitletzten Tag unser Programm einhalten und spielten am späten Nachmittag vor dem Theater die letzten Töne dieser Tournee.

Mitte Mai, kurz nach den Frühlingsferien, fand im Panorama in Einsiedeln eine Ausstellung zum Thema “Kreuze in der Gegenwart” statt. Die FM wurde angefragt, die Vernissage mit einem musikalischen Beitrag zu eröffnen und zu verschönern. Zahlreiche Besucher wurden von unserem Repertoire angelockt und erfreuten sich an unseren spontanen und mitreissenden Klängen.

Zum ersten Mal in der langjährigen FM-Zeit fand das Ehemaligenkonzert nicht wie gewohnt im Herbst sondern im Juni statt. Das Komitee war nämlich der Ansicht, dass die Qualität der Darbietung vor den langen Sommerferien besser ist als kurz danach. Zudem sind im Juni auch die SechstklässlerInnen noch in Topform. Obwohl die Maturandinnen und Maturanden ihr schulisches Ziel noch nicht erreicht hatten, hiess es für sie Abschied von der FM zu nehmen.

...und schon wieder ist ein Jahr vergangen! Ich möchte an dieser Stelle im Namen der ganzen FM herzlich allen Mithelferinnen und Mithelfern danken, speziell natürlich unseren bewährten und beliebten P. Roman (E-Bassist und Ratgeber in allen Situationen) und Herrn Marcel Schuler (Gesamtleitung)!!!

Die Aktuarin: Flavia Roth


Mich hat dieses FM-Jahr beeindruckt durch das positive menschliche Klima und die musikalische Leistungsfähigkeit. Persönlichkeiten von starker Ausstrahlung konnten ihre Wirkung in der Studentenmusik entfalten und so wesentlich zur guten Stimmung beitragen. Erfreulich, dass dieses Beispiel viele Nachahmer und Nachahmerinnen fand.
Da wir in gewissen Holz-Registern stark über- und fast im gesamten Blech-Register unterdotiert sind, haben mehrere Holzbläserinnen und Holzbläser ganz spontan damit begonnen, ein Blechblasinstrument zu erlernen. Einige von ihnen werden im nächsten Jahresbericht unter den Blechblasinstrumenten eingereiht zu finden sein.
Es sei auch das Engagement in den Kleinbesetzungen genannt. In allen Konzerten spielten Bands verschiedener Stilrichtung und bereicherten so unser musikalisches Erscheinungsbild. Die Big Band – die einzige dieser Formationen, welche konsequent das ganze Jahr hindurch wöchentlich eine Stunde probt – steht am Schluss des Schuljahres auf einem erstaunlich hohen musikalischen Niveau. Da schmerzt es natürlich besonders, wenn wir im September wieder neu beginnen müssen; mehr als die Hälfte der Besetzung wird dann neu sein!
Ich bin zuversichtlich, dass wir auch im kommenden Schuljahr auf dieser guten Basis werden weiterarbeiten können. Auch nach dem Abgang der Maturae und Maturi ist immer noch ein grosses Potential vorhanden und auch wenn in gewissen Registern (Trompete, Schlagzeug) gefährliche Engpässe zu Schaffen machen werden, bin ich überzeugt, dass unsere starke Gruppe das in den Griff bekommen und lösen wird.
Solche Engpässe wären eher zu vermeiden, wenn sich noch mehr Schülerinnen und Schüler dazu entschliessen könnten, in der Studentenmusik mitzuspielen. So möchte ich hier zum Schluss den Satz einer unserer Instrumentalistinnen zitieren: "Wie konnte ich nur so blöd sein, erst in der sechsten Klasse in der FM mitzumachen?" Die betreffende ist alles andere als blöd und ihre Aussage könnte vielleicht doch einige unserer Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, ein Blasinstrument oder Schlagzeug zu erlernen und bei uns mitzumachen (und deren Eltern darin bestärken, sie in ihrem Vorhaben zu stützen).

Marcel Schuler