Jahresbericht 1999/2000

Am 3.September begrüsst uns Herr Schuler zur ersten Probe dieses Schuljahres. Die Studentenmusik ist während der Sommerferien um 18 Mitglieder geschrumpft. Unser Dirigent stellt fest, dass sich nun jeder Einzelne für die FM einsetzen und auch privat üben soll. In einer so kleinen Besetzung kann sich niemand verstecken.
Doch schon am Ehemaligenkonzert (25.Sept.) spielen wir wieder in alter Besetzung. 16 Maturae und Maturi ziehen sich ein letztes Mal die Uniform über und hornen kräftig mit. Obwohl die musikalische Stimmung nicht besonders gut ist, wird es ein gelungenes Konzert. Wir verabschieden uns von den Ehemaligen und sind nun ganz auf uns gestellt. Die Arbeit kann beginnen.
Aus Anlass des 80.Geburtstages von Pater Roman findet am 5.November eine Feier im Theatersaal der Stiftsschule statt. Zu Ehren des Jubilars spielt die Studentenmusik auf, die Choralschola von Luzern lässt grüssen, die Strogis bringen ihm ein Ständchen. Sogar eine Tanzshow aus dem Film “Sister Act” wird inszeniert.
Am Morgen des 8.April untermalt die Studentenmusik die Generalversammlung der Schützenveteranen. Trotz früher Stunde wird es ein peppiger und hervorragender Auftritt, und manche/r hätte gerne noch ein bisschen weiter gespielt.
Gelingt die Hauptprobe, so missglückt der Auftritt — nicht so bei uns. Trotz des tollen Engagements am Morgen, spielen wir auch abends am Laetare voller Elan und bedanken uns damit bei den vielen FM-Gönnern und Freunden. Einige neue Bands stehen auf dem Programm und überraschen die Zuhörer. Doch auch die 6.Klässler haben etwas zu bieten. In Dirndl und Lederhosen verabschieden sie sich mit “In München steht ein Hofbräuhaus.....”. Im Saal kommt bayrische Gemütlichkeit auf und so lässt sich wohl noch das ein und andere FM-Mitglied vom kommenden Musiklager in München überzeugen.
Am Donnerstag, 27. Mai, geht’s dann los. Nicht wie gewohnt verreist dieses Jahr die FM auf eine Tournee, sondern in ein Probelager. Wir steigen in einen Doppelstöcker-Bus, der uns heil nach München bringt. Dort angekommen beziehen wir unsere Zimmer in der Jugendherberge Schwaneck in Pullach, etwas ausserhalb der Stadt.
Freitag ist unser erster Probetag. Mit der S-Bahn fahren wir ins Klenze-Gymnasium, das uns seine Räume zur Verfügung stellt. Unter der Leitung von Marcel Schuler, Pater Roman, Marlies Rhyner, Karin Tomaschett, Pia Viviani, Michael Hess, Erwin Oechslin und Beda Viviani beginnen die Gesamt- und Registerproben. Von überall her tutet und dröhnt es im Gymnasium. Es wird eifrig geprobt.
Am nächsten Tag ziehen wir in die Stadtmitte um, ins Jugendgästehaus. Der Nachmittag ist wieder der Probearbeit gewidmet.
Nach dem freien Sonntag, der mit Sightseeing und Bummeln verbracht wird, steht am Montag wieder die Musik auf dem Programm. In der am Nachmittag anstehenden Gesamtprobe erstaunen und überraschen wir uns selber. Der Unterschied zur ersten Probe in München ist doch beachtlich und wir können uns wieder ohne Scheu vors Publikum wagen.
Dies machen wir dann auch am Dienstag — unserem Konzerttag. Unser erstes Ständchen bringen wir einem Studienkolleg mit Studenten aus aller Welt. Da und dort bemerken wir ein Mitwippen oder ein Klatschen. Das freut uns und wir geben unsere erlernten Stücke zum Besten. Als nächstes spielen wir vor der Schüler- und Lehrerschaft des Klenze-Gymnasiums. Obwohl wir uns grosse Mühe geben, die Zuhörer zu erfreuen, scheint ihr Interesse an unserer Musik gering. Die FM geht beinahe im allgemeinen Geplauder unter. Nach dem Besuch des Schlosses Nymphenburg tragen wir unser Instrumentarium in die Münchner Fussgängerzone, zum Richard-Strauss-Brunnen. Eine Bewilligung, um dort spielen zu dürfen, ist schwierig zu erhalten, doch wir haben eine gekriegt. So legen wir uns dann auch mächtig ins Zeug. Wir vertreiben den beginnenden Regen, verlocken die vorübergehenden Passanten zu einem Stillstand, machen den Zuhörern einige Mark locker.....— kurz: ein grossartiges Ständchen. Es hat sicher noch den letzten Zweifler überzeugt, dass die Idee eines Musiklagers alles andere als unmöglich ist und der Studentenmusik sicher vieles gebracht hat. Aber ich glaube, dass das manchem schon vorher im Hofbräuhaus oder in einem Biergarten klargeworden ist.
Am 3.Mai kehren wir müde, aber gut gelaunt nach Einsiedeln zurück. Obwohl es diesmal keine Tournee war, schwärmen alle von den Tagen in München und freuen sich schon wieder auf die nächste Reise mit der FM.
Am 15.Mai findet dann das Ständchen für die Matura 1990 statt. Unter brennender Sonne (der schattenspendende Baum ist zum Schrecken aller Musikanten weg) bieten wir unsere Stücke dar. Bei Hilde Stomp und Baby Face pusten auch einige der “10-Jährigen” kräftig mit. So schnell vergisst man die FM nicht.
Am 19. Mai stehen die Komiteewahlen an. Andrea Kälin, Flavia Roth und Jonas Asprion werden in diesen ausgewählten Kreis aufgenommen. So geht ein FM–Jahr zu Ende.
Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Schuler, der es einmal mehr geschafft hat, die Schüler für die Studentenmusik zu gewinnen und die Freude an der Musik weiterzugeben. Was wäre die Stiftssschule ohne die FM?!

Die Aktuarin: Esther Bisig