Bericht Tournee Prag 2017

Sonntag, 7.5.17

Bereits um 7.30 besammelten sich die Mitglieder der Studentenmusik beim Theatereingang des Klosters. Unser Busfahrer Toni hatte eine spezielle Überraschung für uns vorbereitet. Als er mit dem Car angefahren kam, trug er ein FM-Hemd mit zugehöriger Kravatte und Patten. Wir hatten alle eine riesen Freude, jetzt konnte die FM-Reise starten! Die Jaa Stunden von Einsiedeln nach Prag vergingen wie im Flug, die meisten verbrachten ihre Zeit dabei mit Musik hören, schlafen oder jassen. Am Mittag verpflegten wir uns im Burgerking an einer Raststätte. Als wir in Prag ankamen, erwartete uns kühles aber sonniges Wetter. Wir richteten uns im Old Prag Hostel unweit des Hauptplatzes ein und machten es uns in der kleinen Jugendherberge bequem. Eine Stunde später besammelten wir uns wieder vor dem Eingang und machten uns auf, um die Stadt zu erkunden. Ganz verzaubert von den schönen alten Gebäuden kamen wir am Hauptplatz an. Von dort ging die Reise individuell weiter. Wir teilten uns in verschiedene Gruppen auf und suchten einen geeigneten Ort fürs Znacht. Anschliessend liessen wir den Abend in verschiedenen Bars oder im Hostel ausklingen. Wir waren alle so müde von der anstrengenden Reise, dass um 00.30 Uhr alle bereits im Bett waren. Zufrieden und gespannt auf die folgende Woche schliefen wir ein.

 

 Montag, 8.5.17

Ungewöhnlich aber angenehm spät war unser erster Treffpunkt heute Morgen angesetzt. Nach einem einfachen aber nahrhaften Frühstück starteten wir munter in den Tag. Pünkich um 9.45 Uhr ging es mit dem Car los richtung Burg. In den vier Stunden, die uns zur Verfügung standen, konnten wir die Burg von Prag in individuellen Gruppen besichtigen. Das Highlight dabei war der grosse Turm der gotischen Kirche, der über 120m hoch in den Himmel ragte und eine wunderschöne Aussicht über ganz Prag bot. In der ganzen Altstadt rund um die Burg wurde der Befreiungstag von Prag aus dem 2. Weltkrieg mit Musik und Strassenpartys gefeiert. Nach einem kurzen Regenschauer versammelten wir uns schliesslich zum Mittagessen. Dafür war ein Besuch in einem typisch tschechischen Restaurant geplant. Die Karte war voll von tschechischen Spezialitäten und Köstlichkeiten, doch zum Schluss entschieden sich trotzdem fast alle für das Schnitzel. Nach einem deftigen Essen waren wir nun bereit für die dreistündige Probe, die ausserhalb von Prag auf uns wartete. Mit einem Reiseleiter begaben wir uns auf die Suche nach dem Probelokal, wobei wir uns nur dreimal verirrten. Wie sich später herausstellte, hatten wir die Probe bitter nötig. Da wir erst um 15.30 Uhr Zmittag gegessen hatten, war es auch nicht tragisch, dass die Probe bis um 20.15 dauerte. Die Rückfahrt nach Prag verlief wie geplant und wir konnten ab 21.00 den Abend frei nach unseren Wünschen gestalten. Auf dem Plan standen Sushi, KFC oder das Steakhouse. Anschliessend verb6rachten wir den restlichen Abend mit Spielen und interessanten Diskussionen im Hostel.

Dienstag, 9.5.17

Heute besuchten wir den alten Friedhof auf dem die berühmten Komponisten Smetana und Dvorak begraben liegen. Anschließend verbrachten wir bei kalten Temperaturen und bei unangenehmen Windböen zwei Stunden in der Vyšehrad-Burganlage. Um 12:30 fuhren wir dann zurück zu unserem Hostel, mitten in Prag, und verbrachten den Nachmittag in der Stadt. Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg zum Konzertlokal im Náprstek Museum. Nach einer kurzen Anspielprobe fand unser einstündiges Konzert statt. Außer der FM leisteten auch noch andere Musikanten einige Beiträge. Eröffnet wurde das Konzert durch "A Klezmer Karnival". Weiter spielten wir auch noch einige Klassiker wie Joshua, Speedy Gonzales oder Tequila, mit welchem wir das Konzert nach einigen Zugaben auch beendeten. Das Abendessen genossen einige von uns mit den Organisatoren des Konzertes in einem typisch tschechischen Lokal, ehe wir zurück zum Hostel gingen.

Mittwoch, 10.5.17

Da gewisse Mitglieder der Studentenmusik am Vorabend im Ausgang waren, waren wir froh, dass wir heute erst um 10.15 bereit sein mussten. Mit Toni und seinem Car fuhren wir in ein Städtchen, das ca. 1 Stunde von Prag entfernt war. Bekannt wurde die Stadt vor allem durch ihre Relevanz in der hussischen Zeit und später durch den Reichtum durch Silberminen. Heute kennt man sie, weil sich dort eine ganz besondere Kapelle befindet. Ganz begeistert erzählte uns Herr Meister die Geschichte der Kapelle, in der sich die ganze Einrichtung aus menschlichen Knochen zusammensetzt. Während den hussischen Kriegen und in der darauf folgenden Pestepidemie starben sehr viele Leute, die auf dem heiligen Platz des Dorfes keinen Platz mehr hatten. Als eine reiche Familie an diesem Ort ein Haus bauen wollte, waren die Baustoffe recht knapp und so beschloss der zuständige Architekt, die Einrichtung aus den vielen Knochen, die keine Verwendung hatten, zu bauen. Als wir in die Kirche eintraten, waren wir beeindruckt. An der Wand hing ein Familienwappen, es gab eine Gebetskammer und sogar einen Kronleuchter aus Knochen. Die Meinung zu dieser 'Kunst' war jedoch recht unterschiedlich, während einige die Knochenmöbelierung geschmacklos oder eklig fanden, gab es durchaus Leute, denen die Kunst gefiel. Anschliessend fuhren wir in die Mitte des Städtchens und luden unser Material für das bevorstehende Konzert aus. Wir assen in verschiedenen Gruppen zu Mittag und um 14.30 gaben wir bei sonnigem Wetter und mit vielen Zuschauern ein Ständchen auf dem Hauptplatz. Anschliessend besichtigte eine kleine Gruppe die Kirche St.Barbara mit Herrn Meister zusammen. Die anderen verbrachten die 3 Stunden mit Shoppen, Jassen oder Sünnele. Um ca. 20.00 Uhr waren wir wieder im Hostel und konnten den Abend frei planen und geniessen. In der Bar direkt vor dem Hostel schlossen wir den Abend gemeinsam ab. 

 

Donnerstag, 11.5.17

Den letzten Tag begannen wir mit einer gemütlichen Schifffahrt auf der Moldau, welche wir vorüberwiegend mit Jassen oder reden verbrachten. Das Schiff fuhr uns direkt zum Prager Zoo, welcher als der 7. Beste Zoo der ganzen Welt gilt. Zuerst durften wir uns allein auf den Weg machen und uns den Zoo anschauen. Da der Zoo über 650 verschiedene Tierarten besitzt und wir nur wenig Zeit zur Verfügung hatten, mussten wir uns ziemlich schnell dafür entscheiden, was wir uns genau alles ansehen wollten. Von Tigern über Spinnentiere, bis zu Eisbären konnten wir beobachten. Da es sehr warm war wünschten sich mehr als einer ein kaltes Bad bei den Eisbären zu nehmen, um sich ein wenig abzukühlen. Nach dem Mittagessen in einem der dortigen Restaurants mussten wir uns auch schon bald für das Ständchen im Zoo vorbereiten. Nachdem wir alle umgezogen, die Stühle und Notenständer aufgestellt und alle Instrumente aufgebaut waren, ging es auch schon los. Wir spielten für die zahlreichen Zoobesucher unteranderem FM Klassiker wie «Tequila» von Chuck Rio, sowie auch passend zu unserer Umgebung «The Owl» und «The Big Squid» von Marco Martoia. Was auch nie fehlen durfte war natürlich «A Klezmer Karnival» von Philip Sparke. Nach dem Ständchen packten wir alle kräftig mit an und verräumten alles so schnell wir konnten, um danach nochmals für vierzig Minuten durch den Zoo streifen konnten. Es endete damit, dass einige FM-Mitglieder am Schluss zurück zum Car sprinten mussten, um noch rechtzeitig dort zu sein. Nach diesem ermüdenden Tag waren wir mehr als glücklich entspannt im Car sitzen zu können. Da es der letzte Abend war, gingen wir alle gemeinsam in ein italienisches Lokal. Es wurde nochmals über die vergangene Woche gesprochen, über neue Geschichten gelacht und natürlich auch gejasst. Nach dem Essen beschlossen einige FM-Mitglieder dann eine Karaokebar zu besuchen, welche 3 km von unserem Hostel entfernt war und direkt bei KFC und Mac Donalds vorbeiführte, wo sie sich nach dem Singen nochmals eine kleine Stärkung erlaubten, bevor sie die Woche in der Bar neben unserem Hostel ausklingen liessen.

 

Freitag, 12.5.17

Der Freitag startete früh, denn bereits um 7:30 mussten wir alle im Car sitzen, um dann pünktlich unsere Heimreise zu beginnen. Das Morgenessen bestand aus einem Gipfeli oder Brötchen, welches wir im Car essen konnten. Die Stille, welche den Car an diesem Morgen erfüllte, war für alle ungewohnt, da wir normalerweise immer ziemlich laut waren. Die letzte Nach war ziemlich lang gewesen und musste nun nachgeholt werden. Um circa 13 Uhr hielten wir bei einer Raststätte um uns ein Mittagessen zu gönnen. Danach ging es ziemlich schnell weiter und wir alle hatten mittlerweile wieder etwas Energie zurückbekommen. Der Car füllte sich wieder mit Leben und lauter Musik. Das Wetter war in der Schweiz jedoch nicht so toll wie unsere Laune. Es regnete in Strömen, als wir in Einsiedeln ankamen und alles Material wieder im Gymnasium unterbrachten. Trotz dem Regen endete die Woche mit einer gelassenen Stimmung und viel Freude auf die nächste Reise.